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Wir sind Lokaljournalist*innen.
Oh Herr im Himmel oder Frau oder Katze, was war das für eine lange Reise? Nach zehn Jahren (und mehr?) in dieser Branche sind wir mitten im lokaljournalistischen Branchenevent re:think media Anfang Mai draufgekommen: Wir sind Lokaljournalist*innen. Keine Creator, keine Influencer, keine Blogger. Und jetzt tun wir eben das, was der Lokaljournalismus von uns fordert: gemeinsam mit Katja Ilnizki von kokolores.media einen lokaljournalistischen Newspodcast für Salzburg machen.
Unser dieswöchiger SWG-Preis geht an die Demonstrant*innen, die trotz Regen ihre Trillerpfeifen eingepackt und die Schilder geschultert haben, um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen.
TALK OF TOWN: Die größte Salzburg-Demo EVER
So eine Demo haben wir in Salzi noch nie erlebt: Tausende Menschen sind unter dem Motto #pflegeraub auf die Straße gegangen. Die Veranstalter*innen sprechen von 12.000, die Polizei von 5.000, wir finden beide Zahlen EXTREM hoch für Salzburger Verhältnisse. Grund der Aufregung: Die schwarz-blaue Regierung hat im Oktober verkündet, den Pflegebonus für 15.000 Salzburger Pflegepersonen zu streichen. Nur eine Person zeigt sich auch von so viel Lärm unbeeindruckt: Die Salzburger Iron Lady LH Karoline Edtstadler von der ÖVP meint: „Ich habe nicht das Ziel, von allen geliebt zu werden.“ Erinnert uns ein wenig an „sollen sie doch Kuchen essen“, aber wir sind fairerweise keine Historikerinnen. Atmosphärisch fühlt sich Salzburg jedenfalls aktuell sehr französisch an, finden wir magnifique.
WHAT HAPPENED IN SALZI? Erika lässt grüßen: Aufstehen gegen LKW-Lawine in Schallmoos
Die Erika ist nicht immer witzig, aber wir ziehen es durch – bis zum bitteren Ende. Das ist am 12. Dezember, wenn die öffentliche Auflage vom Entwurf des Raum-Entwicklungskonzepts (REK) der Stadt Salzburg endet. Heute im Fokus: Welche Salzburg Flächen wollen wir in den nächsten 25 Jahren für die Arbeit einplanen – und dann auch noch: für welche Arbeit? Anna Gläser wohnt in Schallmoos und kämpft mit ihrer Initiative gegen die Ansiedelung der Spedition RABEN in der Nachbarschaft, weil laut, gefährlich und irgendwie auch kein wohnverträgliches Gewerbe. Obwohl das RABEN-Nest nicht unbedingt das Problem der Erika ist, wird es jetzt zu einem gemacht: Anna und ihre Leute haben die Erika als demokratisches Tool identifiziert, mit dem sie ihren Stimmen Gehör verschaffen können. Die verfassten Einwände MÜSSEN nämlich gelesen, geprüft und beantwortet werden. Wir finden das nicht nur klug, sondern auch irgendwie den Tausender-Tipp zur Nachahmung.
WHAT HAPPENED BESIDES? Baba, Benzinfreitage. Wir werden euch vermissen. Oder doch nicht?
Vier Jahre lang konnten wir im Land Salzburg zu unterschiedlichen Anlässen kostenlos mit den Öffis fahren: Rupertikirtag, Christkindlmarkt, Stadtfest, etc. Damit ist jetzt Schluss. Das schwarz-blaue Landesbudget säbelt die Benzinfreitage für 2026 ab … und das wird auch manche freuen. So cool das Angebot war, so viele Beschwerden hagelte es, vor allem von Klimaticketbesitzer*innen, die mit ihren neiderfüllten Fingern Beschwerdemails getippt haben. Grundangst: „Ich muss zahlen und die fahren gratis?“ Good News für alle Klimaticket-Neidis: Die Million, die wir uns mit dem Benzinfreitagen sparen, werden ins Klimaticket investiert, konkret: in einen soliden Preis. Während das Klimaticket in anderen Bundesländern sehr teuer geworden ist, bleibt in Salzburg der Preis von 399 Euro fürs Jahr. Übrigens: Zum Rupertikirtag und Co kann man auch ohne Benzinfreitag mit dem Bus fahren – dann muss man sich halt ein Ticket kaufen.
GEMMA GEMMA: Adventmarkt am Salzachsee
Am meisten lieben wir die Adventszeit und HEUER WERDEN WIR SIE AUCH BEWUSST GENIESSEN. Leider graut uns bissi vorm großen Christkindlmarkt in der Altstadt, so eng und teuer und brrr. Aber am Salzachsee, da ist was Idyllisches, Kleines oder sogar … „Romantisches“? Kinderbasteln, Essen und Trinken, Christkind und Krampus – alles überschaubar und süß. Hinspazieren kann man zu Fuß. Fröhliche Weihnacht, überall!
WAS IST EIGENTLICH … mit dem neuen Gesicht in der Salzburger Landesregierung?
Salzburg hat einen neuen Landesrat. Vom Schulsprecher über den Landjugend-Obmann zum Agrar-Landesrat: Maximilian Aigner aus dem Lungau ist sehr schnell sehr hoch geklettert – und das mit 24 Jahren. Wir sagen mal hoffnungsvoll: Lassen wir ihn machen, vielleicht passt das auch sehr gut.