#24 von digitalen Heisln, Wolfgangs Wiese und trendigen Tauben

SALZBURG – was ging in der KW 47? In unserer lokaljournalistischen Meinungsoffensive aka News-Podcast haben wir viel übers Klogehen reden müssen. Zurecht, wir haben jetzt endlich eine WC-Strategie. In der steht festgeschrieben, wie wir weiter tun, mit unseren öffentlich Klos und das ist absolut sinnvoll, denn: Öffentliche Toiletten sind ganz oft auch Frauensache. Außerdem haben wir einen Nachricht auf Instagram bekommen, wir sollen mal was zu den Tauben machen. Haben wir gehört und umgesetzt. Wir sind mittendrinnen in der Erika oder REK, dem Raum-Entwicklungskonzept der Stadt Salzburg. Im Fokus dieses Mal: Wo in Salzburg sollen wir denn neuen Wohnraum schaffen? Wolfgang wohnt neben einer saftig-grünen Wiese, die einer Siedlung weichen soll und erzählt von seinen Zweifeln.

Wir sind Lokaljournalist*innen.

Oh Herr im Himmel oder Frau oder Katze, was war das für eine lange Reise? Nach zehn Jahren (und mehr?) in dieser Branche sind wir mitten im lokaljournalistischen Branchenevent re:think media Anfang Mai draufgekommen: Wir sind Lokaljournalist*innen. Keine Creator, keine Influencer, keine Blogger. Und jetzt tun wir eben das, was der Lokaljournalismus von uns fordert: gemeinsam mit Katja Ilnizki von kokolores.media einen lokaljournalistischen Newspodcast für Salzburg machen. 

Der dieswöchige SWG-Preis geht an den SN-Journalisten Thomas Auinger für seine wunderbar-blumige Schreibweise. ​

TALK OF TOWN: Das Salzburger Klo der Zukunft

Habemus WC-Strategie. Ein Jahr lang haben wir auf diese Möglichkeit gewartet – endlich unsere Fragen zum Thema Klo in Salzburg loszuwerden. Am Welttoilettentag war es endlich so weit, die Stadt Salzburg hat zur Präsentation der Salzburger WC-Strategie eingeladen und da waren wir natürlich dabei. Besprochen wurde unsere aktuelle Klo-Situation, wieviele öffentlichen Heisl haben wir, wo müssen wir ein neues bauen, welche Klos müssen wir sanieren? Was kostet das? Solche Sachen eben. UND dann wurde unser Klo der Zukunft vorgestellt: Ab 2027 sind alle unsere Bezahl-Klos kontaktlos zu bezahlen, also mit Bankomatkarte, Handy und co. Nie mehr 50c-Münzen suchen. Würde eh nix helfen, weil ab 2027 kostet Klogehen (auf den Bezahlklos) einen Euro. 

WHAT HAPPENED IN SALZI? Große Sorge um die Taube

Hanna hat uns auf Instagram geschrieben: „Könnt ihr mal was über Tauben machen? Finde es so schlimm wie die Stadt Salzburg sie einfach verhungern lässt! Es braucht eine Lösung.“ Die Tauben verhungern lassen, das finden wir nicht gut. Deswegen haben wir gleich bei der Stadt Salzburg nachgefragt: Wie steht’s denn um unsere Tauben? Und was machen wir mit ihnen? Spoiler: Wir (also die Stadt Salzburg) haben uns mit einer Taubenberaterin aus Augsburg ausgetauscht, verfolgen jetzt also das Augsburger Modell und haben vielleicht bald eine*n Taubenmanager*in. Die Taube als bürokratische Aufgabe.

WHAT HAPPENED BESIDES? Die Erika ist wieder da. Und überlegt, wo man Wohnungen schaffen könnte.

Unser dies wöchiger Schwerpunkt beim Raum-Entwicklungskonzept (REK) der Stadt Salzburg ist das Wohnen. Die Erika hat die Vision, leistbares Wohnen für Salzburg anzugehen. 12.000 neue Wohnungen sollen deswegen bis 2050 entstehen, aber die müssen auch wo hin. Heißt: Wir verdichten nach oder bebauen freie Flächen. Wir haben mit Wolfgang telefoniert, er wohnt neben so einer freien Fläche in Parsch. Dass da ein mehrstöckiges Wohnhaus hingebaut werden soll, findet er nicht so cool und damit steht er nicht alleine da. Wie wir das persönlich finden, besprechen wir hier nicht, loben aber Wolfgangs sachliche und konstruktive Art, über das Problem zu reden. So würden wir uns das auch von der Stadt-ÖVP wünschen, die aber lieber Diskussionsveranstaltungen bewirbt – auf Plakaten mit der Aufschrift: „Stadtentwicklung mit Weitblick: Keine Ghettos auf der grünen Wiesen“. Haben wir auch gefragt, wie denn das gemeint sein soll. 

Was ist eigentlich ... mit der Vollpension in Salzburg?

Die Vollpension kommt nach Salzburg

Wir erinnern uns: Die Vollpension, das Generationencafé aus Wien, war auf Kurzbesuch in Salzburg. Hat ihnen gefallen, uns auch, also haben wir alle zusammengelegt und möglich gemacht, dass auch Salzburg eine Vollpension bekommt. Aktuell ist man auf der Suche nach einem passenden Ort, zentral soll er sein, pro Quadratmeter nicht mehr als 50 Euro kosten. Wisst ihr wen oder was? Dann meldet euch direkt bei uns oder bei der Vollpension. 

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Homestory: Zu Besuch bei der Musikerin Elisabeth Wirth

„Wow – ist der schööön!“ Mit diesen Worten starten wir in Homestory Nummer vier. Unsere Faszination gilt dem gefühlt längsten Esstisch, den wir je gesehen haben. Diesmal durften wir Elisabeth Wirth daheim besuchen. Sie ist Mama von zwei Buben, verheiratet mit einem Musiker – den hat sie, Überraschung!, während ihrem Instrumentalstudium kennengelernt. Beruflich ist sie als Lehrbeauftragte am Musikum und am Mozarteum tätig. Und im vergangenen Jahr, da hat sie, gemeinsam mit Anne-Suse Enssle und Franziska Wallner, den Verein Jede*r Frau gegründet. Eine Kulturinitiative, die sich für mehr Vielfalt und Geschlechtergerechtigkeit in der Kulturszene einsetzt.

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