#20 von Pflege-Aufständen, Party-Audienzen und geheimen Identitäten

SALZBURG – was ging in der KW 43? In unserer lokaljournalistischen Meinungsoffensive aka News-Podcast sind wir zum ersten Mal gemeinsam in eine Pressekonferenz gegangen. Partybürgermeister Auinger hat gemeinsam mit Team eine Wertschöpfungsstudie unserer Top-3-Stadtveranstaltungen präsentiert. Fazit. Wir verdienen ganz passabel mit Partymachen. Dann: Wogen gehen hoch in der Pflege. Wir erinnern uns: Vorige Woche wurde das Budget 2026 vom Land Salzburg präsentiert. Gekürzt wird überall dort, wo es weh tut, zb. beim 15. Gehalt der Pflegekräfte. Dass die finale Entscheidung über die Kürzung nach vielen Monaten der gemeinsamen (unter Stillschweigen gehaltenen) Verhandlungen anders ausgefallen ist, als zb. Vom SALK-Betriebsrat angenommen, macht die Sache nicht besser. Dann: Die Stadt Krems hat eine Medizin gegen Leerstand gefunden, sie genommen und jetzt geht es ihr wieder gut. Wir haben uns gefragt: Könnte man damit auch Salzburg heilen? Und dann noch freundliche Einladung: Katja veranstaltet wieder zwei Quizeria-Termine, bitte teilnehmen.

Wir sind Lokaljournalist*innen.

Oh Herr im Himmel oder Frau oder Katze, was war das für eine lange Reise? Nach zehn Jahren (und mehr?) in dieser Branche sind wir mitten im lokaljournalistischen Branchenevent re:think media Anfang Mai draufgekommen: Wir sind Lokaljournalist*innen. Keine Creator, keine Influencer, keine Blogger. Und jetzt tun wir eben das, was der Lokaljournalismus von uns fordert: gemeinsam mit Katja Ilnizki von kokolores.media einen lokaljournalistischen Newspodcast für Salzburg machen. 

Der dieswöchige SWG-Preis geht an die Pfleger*innen, die sich die massiven Kürzungen durch das Land Salzburg nicht einfach hinnehmen.

TALK OF TOWN: Die Pflege ist not amused

Wir erinnern uns: Vorige Woche wurde das neue Sparbudget fürs Land Salzburg präsentiert. Schwarz/Blau hat getan, was schwarz/blau tut: kürzen, wo es weh tut. Kinder, Frauen, Öffis und Pflege. Vor allem die Streichung vom 15. Gehalt, der „Corona-Prämie“ finden Betroffene gar nicht so gut. Wir haben mit Sabine Gabath, Zentralbetriebsrätin der Salzburger Landeskliniken, gesprochen und gefragt: Wie ist die Stimmung? Was wird da gerade für ein Zeichen gesetzt? 

WHAT HAPPENED IN SALZI? Sollen wir Krems fragen, ob sie uns Nachhilfe in Sachen Leerstandsbehebung geben?

Krems hat eine Medizin gegen den eigenen Leerstand gefunden. Vor einigen Jahren wurde erfolgreich begonnen, die Innenstadt zu revitalisieren – bisschen wie in Salzburg, nach dem „Party-Konzept“: Was Gutes für die Leute machen, damit sie kommen. Wo schon Leute sind, kommen mehr Leute. Und mit ihnen die spannenden Läden. Die Marktwirtschaft ist wieder gesund, heureka. Klingt einfach, machen wir nach, oder? Jein, wir haben gelernt: Leerstand ist nicht gleich Leerstand und auch, wenn es auf den ersten Blick so aussieht, also könne man Krems mit Salzburg vergleichen, geht das so einfach auch wieder nicht.

WHAT HAPPENED BESIDES? Partybürgermeister Auinger hat zur Audienz gebeten. 

Und wir sind diesem Ruf natürlich gern gefolgt. Weil immer wieder laut gefragt wurde, ob die ganzen Events in der (Alt-)Stadt tatsächlich nötig sind, wurde (bereits im Mai) eine Wertschöpfungsstudie in Auftrag gegeben und geschaut: Zahlt sich das viele Feiern eigentlich aus? Die Antwort ist: Ja, läuft ganz gut für uns. Deswegen machen wir weiter: Residenzplatzkonzerte, Stadtfest und Live in Salzburg sind für die nächsten drei Jahre gesichert. Nachjustiert wurde und wird in Sachen Excel-Künste: Wir geben nur mehr aus, was wir auch haben UND arbeiten mit einem finanziellen Puffer. 

Schönes Bild von Salzburg. Einfach zum Gernhaben.

GEMMA GEMMA: Die geheime Identität der Katja lüften

Bei Tag politwütende Journalistin, bei Nacht (oder am Abend) Quizmasterin. Katja tourt mit ihrer Quizeria durch Schallmoos und stellt die unmöglichsten Pub/Bar-Quizfragen an zwei Terminen diesen Herbst/Winter. Zuerst in einer cozy Herbst-Edition am Mittwoch, 29. Oktober im Müller & Töchter am Ende der Linzer Gasse. Und dann noch in einer Original-Quizeria-Edition am 12. November im idealist. Teams bestehen aus maximal vier Personen, nehmt’s euch gscheite Partner*innen mit. Unser Tipp: Platz ist in beiden Lokalen eher beschränkt, meldet euch gleich mal an, via @katja.kokolores auf Instagram oder via Mail an katja@kokolores.media. 

Was ist eigentlich … mit dem Landesmedienzentrum Salzburg?

Wir waren baff: Jetzt hat den Leitungsposten vom LMZ tatsächlich kein Mann, sondern eine Frau gekriegt. Neuer head of LMZ ist Heidi Huber, ehemalige SN-Lokalressortleiterin, mit einem Gehalt von 10.000 Euro brutto pro Monat. Gratulation! Eigentlich wollten wir an dieser Stelle besprechen, was das LMZ überhaupt ist, was uns das kostet und überhaupt. Das haben wir nicht mehr rechtzeitig erhalten, wird nachgereicht. 

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„Elementarpädagogik“ als FH-Studium: Soll ich das studieren?

Die Familienstrukturen, wie wir sie von früher kennen, verändern sich. Großeltern arbeiten (noch/wieder), Verwandte wohnen nur noch selten nebenan, die Zahl der Alleinerziehenden steigt. Nicht nur, aber auch deswegen, wird die Rolle der Elementarpädagog*innen immer zentraler.“In Zeiten multipler Krisen kommt den elementarpädagogischen Handlungsfeldern eine zentrale Bedeutung zu“, betont Departmentleiterin Daniela Molzbichler und erklärt weiter: „Sie eröffnen Kindern bereits früh Erfahrungsräume, in denen ein gelingendes Miteinander im Sinne sozialen Friedens erfahrbar und gestaltbar wird.“ Eine große Aufgabe, die zeigt: Es ist Zeit, die Bildungsangebote für Elementarpädagog*innen noch weiter auszubauen, voranzutreiben, zu professionalisieren. Und genau hier setzt der neue Studiengang „Elementarpädagogik“ an, der ab Herbst an der FH Salzburg studiert werden kann.

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