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Wir sind Lokaljournalist*innen.
Oh Herr im Himmel oder Frau oder Katze, was war das für eine lange Reise? Nach zehn Jahren (und mehr?) in dieser Branche sind wir mitten im lokaljournalistischen Branchenevent re:think media draufgekommen: Wir sind Lokaljournalist*innen. Keine Creator, keine Influencer, keine Blogger. Und jetzt tun wir eben das, was der Lokaljournalismus von uns fordert: gemeinsam mit Katja Ilnizki von kokolores.media einen lokaljournalistischen Newspodcast für Salzburg machen.
Der dieswöchige SWG-Preis geht an Phil von der academybar, der uns viele Jahre ein gemütliches Wohnzimmer-Ambiente im Andräviertel gezaubert hat.
TALK OF TOWN: I (don’t) want to ride my bicycle, habe Angst
Radfahren in Salzburg, immer bissi tricky. Auch wenn es meistens sehr gut geht, gibt’s so Orte, die hören nicht auf, uns zu plagen. Die Eder-Kreuzung ist einer dieser Orte. Letztes Jahr hat ein LKW eine Radfahrerin übersehen und es kam zu einem tödlichen Unfall, jetzt wurde ein Provisiorium gebaut, das diesen Bereich sicherer machen sollte. Herausgekommen ist etwas, das viele Radfahrer*innen in der Theorie verstehen, in der Praxis schaut es aber ganz anders aus. Radweg und Gehsteig wurden zusammengeführt und Radfahrer*innen werden wohin geleitet, wo sie nicht hinwollen.
Wir verstehen total, dass speziell an der Eder-Kreuzung kein Platz von der Auto-Fahrbahn weggenommen werden will, steht eh alles immer dort. Aber irgendwie ist es auch unfair: Die Gefahr ging vom Auto aus, dafür wird der Platz für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen reduziert, Autos parken am Radweg („nur kurz“) und schlussendlich werden Radfahrer*innen dahin geschickt, wo sie nicht hinwollen. Was tun?
WHAT HAPPENED IN SALZI? Es war Europa-Tag. Wer hat’s noch nicht mitbekommen?
Als Jugendliche waren wir viel damit beschäftigt, uns zu fürchten. Vor Pickel, vor peinlichen Versprechern oder davor, leicht zu erröten. Aber eines war für uns sicher: Wir leben in einem Europa und in einer EU und dürfen via Interrail überall hinfahren, ohne dass sie uns anhalten oder ins Erasmus-Semester düsen. Am 9. Mai war Europatag und niemand von uns hat’s gecheckt. Ist uns Europa so wuascht geworden? Wir haben Salzburger Politiker*innen gefragt: „Was findet ihr an Europa cool/uncool?“. Und die, die wollten, haben geantwortet.
GEMMA GEMMA: zum Kreativ-Blind Date der Stadt Salzburg
Irgendwie Lust, was zu machen, aber keine Ahnung was? Say no more: Die Motivation alleine reicht für unser Gemma Gemma, das eigentlich ein Datema Datema ist. Die Kulturabteilung der Stadt Salzburg hatte eine geniale Idee: Motivierte Kultur/Kunst-Menschen bewerben sich, werden dann in interdisziplinären Teams zusammengescoutet und arbeiten anschließend drei Monate lange an etwas … Großem miteinander. Mentor*innen begleiten das Denken und am Ende schaut vielleicht etwas Cooles raus. Bis 7. Juni 2026 könnt ihr euch melden, nötig ist eine kurze Biografie und ein Motivationsschreiben, die angestrebte oder aktuelle Tätigkeit im Kulturbereich und der Nachweis über einen Wohnort in Salzburg Stadt (Meldezettel).
Was ist eigentlich … mit der Academy-Bar Salzburg?
Die Gerüchteküche in Salzi kocht – zumindest im Andräviertel: Gibt der Phil die Academy-Bar auf? JA! Die Gerüchte sind wahr, Phil hört auf. Aber warum? Weil die Franz-Josef-Straße noch immer nicht autofrei? Zumindest ein Grund. Der scherwiegendere ist aber leider: Phil hat den Laden jetzt 15 Jahre lang geschmissen und mag einfach nimmer, es ist Zeit für Neues. Wenns gut läuft, sehen wir Phil ab und an in der Academy. Möglicherweise könnte es vielleicht sein, dass er in die Hauptstadt übersiedelt. Die Academy wird’s weiterhin geben – es gibt ein paar Interessent*innen aus dem Academy-Umfeld, die den Laden gerne weiterführen wollen. Ab Oktober soll die Academy in neue Hände wandern. Aso und was ist dann mit den Kreidetafeln? Da sprach der große Phil-osoph Zezula: „Das wird sich schon richten.“