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Wir sind Lokaljournalist*innen.
Oh Herr im Himmel oder Frau oder Katze, was war das für eine lange Reise? Nach zehn Jahren (und mehr?) in dieser Branche sind wir mitten im lokaljournalistischen Branchenevent re:think media Anfang Mai draufgekommen: Wir sind Lokaljournalist*innen. Keine Creator, keine Influencer, keine Blogger. Und jetzt tun wir eben das, was der Lokaljournalismus von uns fordert: gemeinsam mit Katja Ilnizki von kokolores.media einen lokaljournalistischen Newspodcast für Salzburg machen.
Der SWG-Preis geht diesmal an die Polizei, die sich in Sachen Stadtfest von der Politik nicht den Schwarzen Peter zuschieben lässt.
TALK OF TOWN: Die Salzburger Partypleite im Schnelldurchlauf
Na bitte, müssen wir jetzt schon wieder drüber reden? Das Mega-Hyper-Stadtfest vom Juni lässt uns keine Ruhe. Dieses Mal nicht wegen des umfassenden Angebots, sondern der explodierten Kosten. Saftige 76 Prozent mehr als das geplante Budget haben wir ausgegeben – also 880.000 Euro statt 500.000 (inkl. Sponsor-Geldern). Das ist blöd, aber was uns wirklich nervt: Partybürgermeister Auinger versucht, der Polizei den schwarzen Peter zuzuschieben (viel höhere Sicherheitskosten nötig) und dann sogar den Besucher*innen selbst (waren einfach so viel mehr da, als erwartet). Flunkern ist für unser Vertrauen in die Politik nicht förderlich und versetzt uns nicht in Feierlaune. Bitte mehr Haltung!
WHAT HAPPENED IN SALZI: Trachtenmusik-Gate vom Rupertikirtag
Da hat die Katja in ein Wespennest gestochen … und den versteckten Musi-Gate aufgedeckt, oder so. Nachdem Katja in der letzten Folge die Musik vom Stiegl-Festzelt am Kirtag durch den Kakao gezogen hat, haben sich mehrere Musiker*innen gemeldet: Unter anderem Maxglan und eine Flötistin der Postmusik. Wir haben mit beiden geredet und verstanden: Die Musi würde gern in größerer Besetzung spielen (ganze Gruppe, weil Jahreshighlight), das geht aber auf der zu kleinen Bühnen im Zelt nicht. Wir haben nachgefragt: Können wir die Bühne eigentlich größer machen? Und vielleicht die Verstärker loswerden? Am Ende haben wir eine klare Absage erhalten.
WHAT HAPPENED BESIDES? Kommt das Ende der Park-„Abzocke“ in Salzburg?
Aufreger auch für alle, die kein Auto haben: Das Geschäft mit dem Privatparkplatz. Wer kennt’s nicht: schnell wo wenden oder kurz stehen bleiben und schon flattert ein Anwaltsbrief ins Haus – mit der Aufforderung zur Bezahlung eines (oft) hohen Betrags, um ein noch teureres Gerichtsverfahren zu vermeiden. Die AK Salzburg hat sich die Abzock-Hotspots in Salzburg angeschaut und wir haben die Konsumtenschützerin Bettina Pichler gefragt: Wie verhalte ich mich denn richtig, wenn ich einen Abmahnbrief nach Hause kriegen? Die answer may surprise you – oder auch nicht.
GEMMA GEMMA: Dem Tod und der Trauer einen Raum geben
Oktober ist in Salzburg Todesmonat. Ein Monat lange geben wir dem einen Raum, das wir sonst sehr gern weg-ignorieren: Jedermanns Tod ist der Name des Todeskongresses, den die Stadt Salzburg zum ersten Mal austrägt. Und auch wir sind Teil davon: Am 1. Oktober sprechen wir um 19.00 Uhr in der TriBühne Lehen ganz offen und ehrlich über den Tod – und zwar mit Menschen, die es wissen müssen: Einer Person, die über viele Jahre mit dem eigenen Tod konfrontiert wurde, mit zwei Sternenkindmamas und zwei Personen, die ganz junge ihre Partner verloren haben. Viele Fragen erwünscht, auch die, die man sich sonst nicht fragen traut. Natürlich kostenlos.
Was ist eigentlich … aus der Felix-Baumgartner-Gedenkstrasse geworden?
Hörer*innen unseres Podcasts wissen es schon lange, genauer gesagt, seit Folge 7 am 25. Juli 2025, Stadt-FPÖ-Paul Dürnberger war vor der Sommerpause Feuer und Flamme dafür, dem verstorbenen Extremsportler Felix Baumgartner eine Gedenkstrasse zu organisieren. Wir haben ihm damals die Arbeit abgenommen und im Gemeinderat herumgefragt, wer denn so einen Antrag befürworten würde. Die Antwort: Niemand und die Absage wurde jetzt auch erteilt. Es bleibt dabei: Straßen werden weiterhin nach bevorzugt nach Frauen benannt. Und ehrlich: Da haben wir eh Aufholpotenzial: Wir wollen, dass zumindest gleich viele Straßen nach Frauen benannt sind, wie nach ehemaligen Mitgliedern der NSDAP. Ist das zu viel verlangt?