12.26 von politischen Zwischensaldos, der Kerzenfabrik und jungen NEETs

SALZBURG – was ging in der KW 12? In unserer lokaljournalistischen Meinungsoffensive fragen wir Performances ab. Wie performt eigentlich unsere Salzburger Stadtpolitik in den letzten zwei Jahren? Wie performt eigentlich die Kerzenfabrik? Wie performen eigentlich junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren? Und: Wie kann man aus etwas Altem was Neues machen (ohne Performance, nur Bastelliebe)?

Wir sind Lokaljournalist*innen.

Oh Herr im Himmel oder Frau oder Katze, was war das für eine lange Reise? Nach zehn Jahren (und mehr?) in dieser Branche sind wir mitten im lokaljournalistischen Branchenevent re:think media draufgekommen: Wir sind Lokaljournalist*innen. Keine Creator, keine Influencer, keine Blogger. Und jetzt tun wir eben das, was der Lokaljournalismus von uns fordert: gemeinsam mit Katja Ilnizki von kokolores.media einen lokaljournalistischen Newspodcast für Salzburg machen. 

Der dieswöchige SWG-Preis geht an die Stadt Wien. Die führt einen Verhaltenskodex für Saunen ein. Nach zahlreichen Belästigungsvorwürfen werden Frauen ernstgenommen und nicht wegignoriert.

TALK OF TOWN: Wie performt denn die Salzburger Stadtregierung? 

Zwei Jahre lang sitzen schon Rot, Dunkelrot, Grün und Schwarz im Schloss Mirabell und leiten die politischen Stadt-Agenden. Jetzt war Zwischenstand und es wurde gefragt: Wie happy sind wir denn miteinander? Alle waren sich einig: „Voi happy. Wir sind ein Vorbild.“ Guter erster Schritt, die eigene Arbeit positiv zu bewerten. Aber was sagen die anderen dazu? Also, die Bürger*innen und z. B. ein Salzburger Politik-Journalist? Wir haben uns über seine Einordnungen gefreut und fragen uns aber trotzdem: Wie kann man denn lokalpolitische Themen wieder mehr sexy machen? Also, so, dass Salzburger*innen sich zum Beispiel daran erinnern, wer überhaupt im Schloss Mirabell sitzt? 

WHAT HAPPENED IN SALZI? Was ist eigentlich mit der Kerzenfabrik los? 

Wir haben lange geglaubt: Die Kerze, die is‘ ausbrennt. Dass die Zwischennutzung des Subkultur-Knotenpunktes ein Ende gefunden hat und jetzt … z.B. vielleicht ein Hotel oder dergleichen geplant wird. Aber nein: Nur ein Teil der Kerzen-Crew ist ausgezogen und zwar aus gutem Grund: Ein Trakt wurde gesperrt und der Clubkultur (und den damit verbundenen Events auf Sound-Basis) zusätzlich der Stecker gezogen. Geräusche dürfen nur mehr bis 22 Uhr gemacht werden und dem, was die Kerze so gut konnte, nämlich gscheid coolen (sozialen) Clubraum schaffen, ein Verbot ausgesprochen. Wie nehmen das die Leute in der Kerzenfabrik selber wahr? 

WHAT HAPPENED BESIDES: Was machen eigentlich NEETs in Salzburg?

Wir haben einen neuen Begriff gelernt: NEET: „Not in Education, Employment or Training“ aber eben auch noch nicht Pensionsalter. Die Gruppe ist groß und es fällt auf: Mehr als 60 Prozent der NEETs sind junge Menschen, zwischen 15 und 24 Jahren alt. Menschen, die sich nicht in einer Aus- oder Weiterbildung befinden. Die nicht studieren oder arbeiten. Und oft auch nicht beim AMS gemeldet sind. Wer sind denn diese Leute, von denen es in Salzburg immerhin fast 7.000 gibt?

Neues, schönes Buch über Maria Anna Mozart.

GEMMA GEMMA: zum Upcycling-Workshop in der WABE

Wir basteln gern, aber schlecht. In die WABE gehen wir regelmäßig, dieses gigantische Lager an Klimbim in Itzling hat es uns vor Jahren schon angetan. Jetzt ist dort eine Gruppe von motivierten Menschen am Werk, die die Location aktivieren. Mit Krügerlparty, aber auch mit DIY-Upcycling-Angeboten. Nummer 1: Aus Kabeln, Fassungen und Fundstücken kreative Lichtobjekte basten mit Felix Igler. Kostet: den freiwilligen Spendenbeitrag (der geht dann an Felix) und was ihr euch zum Basteln in der WABE kaufen wollt.

27. März, 15 bis 17.00 Uhr, in der WABE, Anmeldung über den IG-Kanal von der WABE.

Was ist eigentlich … mit der Vollpension Salzburg?

Wir erinnern uns: Letztes Jahr (zum Salzburger Stadtfest im Juni) kam das Generationencafé „Vollpension“ nach Salzburg und hat hier gepopupt. Dann gab’s ein Crowdfunding, damit die Vollpension auch permanent in Salzburg bleiben kann. Alles gut gegangen und jetzt: Endgegner – Immomarkt Salzburg. Es gibt aber zwei attraktive Standorte (in der Altstadt und einer ist geheim) über den jetzt konkret nachgedacht wird und mit diesem Wissen heißt es jetzt wieder: weiterwarten.

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