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Wir sind Lokaljournalist*innen.
Oh Herr im Himmel oder Frau oder Katze, was war das für eine lange Reise? Nach zehn Jahren (und mehr?) in dieser Branche sind wir mitten im lokaljournalistischen Branchenevent re:think media draufgekommen: Wir sind Lokaljournalist*innen. Keine Creator, keine Influencer, keine Blogger. Und jetzt tun wir eben das, was der Lokaljournalismus von uns fordert: gemeinsam mit Katja Ilnizki von kokolores.media einen lokaljournalistischen Newspodcast für Salzburg machen.
Der dieswöchige SWG-Preis geht an den mutigen Biber, der als (vielleicht erster seiner Art) den Mönchsberg bestiegen hat. Und an seine Retterin.
TALK OF TOWN: Das war dann wohl nix (und wird auch nix mehr werden)
Am Weltfrauentag gab’s eine exklusive Damensauna im Paracelsusbad. Grund dafür: die vielen, vielen Berichte über sexuelle Belästigung (und Übergriffe) in der Sauna aus dem Dezember 2025. Dass dieser exklusive Saunatag quasi nicht kommuniziert wurde, ist schade. Noch schader ist, dass der Tag als Pilotversuch für mögliche weiterführende Frauensauna-Maßnahmen verwendet wurde: Knapp 80 Besucherinnen sind gekommen, manche fanden es gut, manche nicht. Gehen Sie weiter, es gibt nichts mehr zu sehen.
WHAT HAPPENED IN SALZI: Wir vermessen jetzt die Stadt – und meinen es wirklich ernst.
Ende einer Ära, der Ära der Bauchentscheidungen. Nicht falsch verstehen, Bauchgefühl ist super, aber nicht für Entscheidungen, die das Stadtplanerische betreffen. Zum Glück müssen wir uns nicht mehr aufs Gefühl verlassen, im Rahmen des Gleichstellungsbericht hat die Stadt Salzburg ein mächtiges Tool vorgestellt, um die Stadt … zu vermessen. Wieviele Menschen leben in Ein-Personen-Haushalten? Wie alt sind sie und wo in Salzburg sind sie zuhause? Wo wohnen Alleinerziehende in Salzburg? Auf wieviel Quadratmetern? Wieviel Einkommen haben sie zur Verfügung? Alles Fragen, die wir beantworten können (werden). Das Tool wächst, regelmäßig werden mehr Daten eingespeist – und die können wir in soziale Maßnahmen umwandeln. Wow.
WHAT HAPPENED BESIDES: Wie geht es eigentlich den (wenigen) Frauen in der Kommunalpolitik, die in Amt und Würden sind?
Kommunalwahlen waren in Bayern, da haben wir hingeschaut: Wer sind eigentlich die Leute, die als Politiker*innen in der Kommunalpolitik arbeiten? Wir haben mit Sade Soyoye gesprochen. Sie ist seit Herbst 2024 im Salzburger Gemeinderat (für die SPÖ), eine von 18 Frauen, 30 Jahre und damit auch eine der jüngsten Mandatarinnen. Wir wollten wissen: Wie läufts für dich als Frau in der Kommunalpolitik?
Altes Buch durchgerockt, neues Buch kommt.
GEMMA GEMMA: zur Lesung von Birgit Birnbachers neuem Buch „Sie wollen uns erzählen“
Über Neurodivergenz reden wir seit Jahren – also, wir, die Menschen. Das Thema ist langsam aufgekommen, in den Medien und auch im Zeitgeist angekommen. Viele Diagnosen sind über die Therapietische gewandert, vom kleinen hibbeligen Jungen bis zur komplett unauffälligen erwachsenen Frau, die Biografien sind sehr unterschiedlich. Sachbücher und Artikel zur Neurodivergenz gibt es viele. Literarische Bearbeitungen zum Thema quasi gar nicht. Also noch nicht – weil: Am 17. März erscheint das neue Birnbacher-Buch „Sie wollen uns erzählen“ und es geht genau darum: Neurodivergenz. Und was das für eine Familie heißt. Und wie sich das anfühlt. Gleichzeitig mit dem Bucherscheinen findet die Salzburg-Premiere im Literaturhaus statt. Wir freuen uns aufs Vorgelesenkriegen.
Was ist eigentlich … mit der Pflegeplattform III?
Wir erinnern uns: Im Oktober 2025 fand DIE Demo Salzburgs statt. Auf die Straße gegangen sind Pfleger*innen und solidarische Personen wegen den Budgetkürzungen und indirekten Kürzungen des Gehalts. Dann war viel los, viel Diskussion mit dem Versprechen: Pflegeplattform III. Und die wird in den nächsten Tagen vorgestellt. Gebildet haben sich neun Arbeitsgruppen, die sich an verschiedene Themen herantasten. Geht bei manchen besser, bei manchen wohl schlechter. Parallel dazu läuft die Pflegeraub-Unterschriftenaktion fürs Pflegeraub-Volksbegehren: 100.000 Unterschriften sind das Ziel, 7.000 bereits gesammelt. Unterschreiben ist nicht ganz leicht, Voraussetzung ist die ID-Austria, unterschreiben dürfen nur Leute mit Hauptwohnsitz in Österreich.