05.26 von zu schnellen Autos, einem Genie und dem Ende der Scham

SALZBURG – was ging in der KW 05? In unserer lokaljournalistischen Meinungsoffensive aka News-Podcast haben wir eine eh schon lange Woche ausklingen lassen. Zach war’s aber nicht nur für uns, auch ein gewisser Wolfgang Amadeus Mozart ist sicherlich mit Katerstimmung aufgewacht (oder auch nicht mehr). 270 Jahre wäre er geworden, was wären wir ohne ihn? Dann: Rasereien häufen sich: viele Autofahrer glauben, schneller sei besser. Und landen dann im besten Fall im Krankenhaus. Mussten wir nachbesprechen. Auch gut: Salzburg ist um eine Auszeichnung reicher. Die Woche wurde der Salzburger Shamy vergeben, ein Award für die gelungenste Diskriminierung. Wahnsinn, was wir da gehört haben. Und eines müssen wir jetzt bitte alle tun (vorausgesetzt, wir dürfen gerade): Blutspenden. Es gibt einen Mangel an Blutkonserven.

Wir sind Lokaljournalist*innen.

Oh Herr im Himmel oder Frau oder Katze, was war das für eine lange Reise? Nach zehn Jahren (und mehr?) in dieser Branche sind wir mitten im lokaljournalistischen Branchenevent re:think media draufgekommen: Wir sind Lokaljournalist*innen. Keine Creator, keine Influencer, keine Blogger. Und jetzt tun wir eben das, was der Lokaljournalismus von uns fordert: gemeinsam mit Katja Ilnizki von kokolores.media einen lokaljournalistischen Newspodcast für Salzburg machen. 

Den dieswöchigen SWG-Preis erhält der Salzburger Shamy und damit alle Frauen*, die ihre diskrimierenden Erlebnisse geteilt und diesen Ungerechtigkeiten Sichtbarkeit verschafft haben. Danke!

TALK OF TOWN: Was ist diese Sache mit den Rasern? 

Immer schon Thema, aber in den letzten Tagen und Wochen extrem gehäuft dahergekommen: Autofahrer, die mit extremer Tempo-Übertretung über die Straßen brettern. Kann gut ausgehen, muss es aber nicht. Im Fall eines 17-Jährigen Autofahrers, der mit 100 km/h statt der vorgeschriebenen 50 km/h durch die Imbergstraße gedüst ist, endete die Fahrt im Krankenhaus. Uns tut es voll leid um die vielen Schmerzen, die er und sein Beifahrer gerade erleiden, finden aber auch die Forderung von LH-Stv. Stefan Schnöll (ÖVP) diskutierbar, wenn er sagt: „Lebenslanges Führerscheinverbot für Extremraser“. Unsere Gedanken und eine andere, mögliche Lösung – in der Folge.

WHAT HAPPENED IN SALZI: Mozart hatte einen Runden

Jaaa, Wolfgang Amadeus Mozart – er lauert hinter jeder Salzburger Ecke. Und kommt daher als Mozartkugel, als Pappaufsteller, im Date with Mozart und auf dem Euro. ER IST ÜBERALL. Aber – war es immer eine Liebesbeziehung zwischen Wolfgang uns Salzburg und was verdienen wir denn eigentlich an seinem Erbe? Wir haben die Musikjournalistin Larissa Schütz gefragt, die kennt sich gut aus und ist grundsätzlich eine coole Person. 

WHAT HAPPENED BESIDES: Salzburg hat einen neuen Award

Der SHAMY – der Preis für die gelungenste Diskriminierung wurde diese Woche zum ersten Mal im Monat der Vielfalt verliehen. Der Award ehrt nicht, er zeigt auf. Und zwar, dass Frauen (egal wie alt, woher, oder sonstwas) sehr regelmäßig diskriminiert, beleidigt und belästigt werden. Der Shamy wurde vergeben im Rahmen eines verbalen Selbstverteidigungskurses, einer Mischung aus Musik, Workshop, Vortrag – mit dem Ziel: Frauen* ihre Handlungsmacht in Diskriminierungssituationen zurückzugeben. Wir haben Stimmen vom Event eingefangen und erzählen, welche Diskrimierung den Shamy mit nach Hause genommen hat. Wer sich die Veranstaltung anschauen möchte: Der Livestream wurde aufgezeichnet. 

Der Shamy 2026.

GEMMA GEMMA: Blutspenden, aber schnell. Wir haben einen Mangel. 

Dinge gibt’s: Die aggressive Grippewelle legt das Blutspenden lahm. Warum? Wer eine Grippe hatte (oder sonstwie verkühlt war/ist), kriegt eine Zwangs-Spendenpause auferlegt. Weil das gerade so viele betrifft, schwinden unsere Reserven an Blutkonserven und wir brauchen mehr Spender*innen. Wir nehmen uns ein Beispiel am König des Fundamts und Mitbewohner von Katja. Der sammelt nicht nur, er spendet auch. Immer mittwochs von 16 bis 19 Uhr geht’s ganz leicht in der Rudolf-Biebl-Straße 10 und die anderen Termine (und Voraussetzungen) stehen z. B. auf der Webseite vom Roten Kreuz. 

WAS IST EIGENTLICH … mit der Salzburger Insel?

Die Betreuungseinrichtung INSEL beim Aya-Bad ringt seit Monaten um ihre Zukunft (vgl. SWG-Folge 03.26). Da ging’s um Gelder, die verpuffen und fehlenden Konzepten. Für diese Woche war ein Treffen zwischen Politik und Insel-Obmann Rene Pascal Neusser geplant. Ziel: Präsentation eines zukunftsfähigen Konzeptes fürs Fortbestehen der Insel, eines, das guten Gewissens mit Steuergeld gefördert werden kann. Ergebnis: Ein passendes Konzept gab’s nicht. Jetzt wird der Rücktritt vom Obmann gefordert und die Causa wird im Sozialausschluss nochmal besprochen. Schauma, was passiert.

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„Wow – ist der schööön!“ Mit diesen Worten starten wir in Homestory Nummer vier. Unsere Faszination gilt dem gefühlt längsten Esstisch, den wir je gesehen haben. Diesmal durften wir Elisabeth Wirth daheim besuchen. Sie ist Mama von zwei Buben, verheiratet mit einem Musiker – den hat sie, Überraschung!, während ihrem Instrumentalstudium kennengelernt. Beruflich ist sie als Lehrbeauftragte am Musikum und am Mozarteum tätig. Und im vergangenen Jahr, da hat sie, gemeinsam mit Anne-Suse Enssle und Franziska Wallner, den Verein Jede*r Frau gegründet. Eine Kulturinitiative, die sich für mehr Vielfalt und Geschlechtergerechtigkeit in der Kulturszene einsetzt.

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