03.26 von rechten Liebesreigen, kurzen Karriereleitern und der Jahrtausend-Enthüllung

SALZBURG – was ging in der KW 03? In unserer lokaljournalistischen Meinungsoffensive aka News-Podcast haben wir DIE ENTHÜLLUNG DES JAHRHUNDERTS, ach was, DES JAHRTAUSENDS. Außerdem fragen wir uns, warum sich keiner mehr fragt, ob es eigentlich ok ist, dass die AfD Sachsen-Anhalt sich von unserer Vize-LH Marlene Svazek (FPÖ) Nachhilfe in Sachen „Wie geht Regieren?“ holt. Achso, ganz vergessen zu erwähnen: Die AfD Sachsen-Anhalt ist jener Landesverband, der vom Verfassungsschutz offiziell als rechtsextrem eingestuft wird. Wundern braucht sich also bald niemand mehr. Dann: Im Jänner startet die ächste Erweiterung vom Europark, wer Wünsche für Shops hat – jetzt wäre der richtige Zeitpunkt für eine DIY-Mall in Taxham. Und, genau: Was ist eigentlich … mit der Chefin der Tourismus Stadt Salzburg (TSG) los?

Wir sind Lokaljournalist*innen.

Oh Herr im Himmel oder Frau oder Katze, was war das für eine lange Reise? Nach zehn Jahren (und mehr?) in dieser Branche sind wir mitten im lokaljournalistischen Branchenevent re:think media draufgekommen: Wir sind Lokaljournalist*innen. Keine Creator, keine Influencer, keine Blogger. Und jetzt tun wir eben das, was der Lokaljournalismus von uns fordert: gemeinsam mit Katja Ilnizki von kokolores.media einen lokaljournalistischen Newspodcast für Salzburg machen. 

Unser dieswöchiger SWG-Preis geht an unseren eigenen Young Sheldon aus Thalgau. Finn ist 11 Jahre alt und startet jetzt erstmal sein Informatik-Studium an der Uni Salzburg. Hirne sind oag.

TALK OF TOWN: Warum ist es eigentlich allen wuascht? 

Da haben wir schlucken müssen. Kommt die – als rechtsextrem eingestufte – AfD Sachen-Anhalt nach Salzburg – „auf Bildungsurlaub bei den Ösis“ (BILD). Trifft sich hier u. a. mit Marlene Svazek (FPÖ), unserer Vize-Landeshauptfrau. Und lässt sich über die Verantwortungen einer Regierungsbeteiligung unterrichten, weil: Die FPÖ ja mehr oder minder erfolgreich seit 30 Jahren regierungstechnisch mitmischt. Alles ganz normal? Zumindest scheint es hier niemanden zu stören. Wir haben uns bei unserem Talk of Town gefragt: Warum talkt denn keiner darüber? 

WHAT HAPPENED IN SALZI? Wir sind reif für die Insel, aber ist sie es auch für uns?

In der „Insel“ in der Alpenstraße, neben dem Aya Bad, werden Kinder zwischen 6 und 15 Jahre nach der Schule betreut. Eigentlich eine klare Aufgabe, aber seit Monaten checkt keiner mehr irgendwas. Da werden Pädagog*innen (vor den Augen der Kinder) gekündigt, andere gehen freiwillig, da gibt’s Geld von der Stadt, obwohl die betreuten Kinder aus Bundesschulen kommen. Und es kommt vor, dass das Wörtchen „dubios“ mit Insel-Vereinsvorstand René Pascal Neusser in Verbindung gebracht wird. Wir haben versucht, ihn zu erreichen und das zu klären. Hat so mittelgut funktioniert. 

WHAT HAPPENED BESIDES? Der Europark vergrößert sich. 

Viele haben lange darauf gewartet, jetzt ist es endlich so weit. Nach über einem Jahrzehnt hin oder her, soll der Europark vergrößert werden, ja/nein/hab Angst, ist es im Jänner 2026 spatenstichig geworden. Zwischen dem SPAR-Verwaltungsgebäude und Mediamarkt, da wo Katja ihre Waschmaschinen ein- und ausfährt, entstehen 6.000m² neue Verkaufsfläche im Neubau. Katja (und viele anderen) hoffen auf einen Uniqlo-Store. Habt ihr auch Wünsche? Jetzt an den Europark schicken – vielleicht erhöhrt euch Center Manager Manuel Mayer

Nur für Journis gibt's am 22. Jänner 2026, 18.30 Uhr eine Vorab-Lesung vom Buch von Schiaches Salzburg im Otto Müller-Verlag. Kommt, wenn ihr dürft und wenn ihr nicht dürft, habt ihr es nicht von uns.

GEMMA GEMMA: Bücherreigen im Frühjahr inkl. Sensations-Publikation

Die Birgit Birnbacher bringt ihr neues Buch raus („Sie wollen uns erzählen“), wir bringen ein Kinderbuch raus (über Maria Anna Mozart, Pustet Verlag), aber der Salzburger Otto Müller Verlag übertrumpft alles, denn: Ihm ist es gelungen, unser one and only SCHIACHES SALZBURG zu einem Buchdeal zu bringen. Das erste Buch unseres Außenposten fürs Ungemütliche in Salzburg heißt „Wie man Salzburg überlebt. Grantige Stadtbetrachtungen“ und erscheint Mitte März. Wir haben die Person hinter dem Account getroffen (ja, diesen Menschen gibt es wirklich) und ein paar Fragen gestellt. In der Folge hört man also die Stimme von Schiaches Salzburg, ein paar kluge Sätze und überhaupt. Bestellt das Buch vor und die anderen beiden auch. Der Buchhandel MUSS LEBEN! 

WAS IST EIGENTLICH … mit der Salzburger Tourismus-Chefin Beate Kassner?

Hörer*innen unserer Jahresrückblicks-Folge im Dezember wissen: Wir haben uns vorgenommen, zu schauen, was denn da bei unserem Stadtourismus, der TSG, los ist. Da waren einige Sachen komisch: Kündigungen, Probleme in der Belegschaft, Vorwürfe gegen die Chefin und und und. Da ist uns Bgm. Bernhard Auinger (SPÖ) zuvorgekommen und hat vor Weihnachten ein Gespräch unter vier bzw. sechs Augen geführt. Was dann geschah: Urlaub von Kassner. Kann man machen, ein Jahr im Job ist eh genug, weiß jede*r, der „Der Teufel trägt Prada“ gesehen hat. Wir sind gespannt auf die Nachfolge, zu tun gibt’s genug. Salzburg hatt ein starkes Tourismus-Jahr 2025 und die umfangreiche Tourismus-Strategie 2040 liegt auch zur Umsetzung bereit. 

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„Wow – ist der schööön!“ Mit diesen Worten starten wir in Homestory Nummer vier. Unsere Faszination gilt dem gefühlt längsten Esstisch, den wir je gesehen haben. Diesmal durften wir Elisabeth Wirth daheim besuchen. Sie ist Mama von zwei Buben, verheiratet mit einem Musiker – den hat sie, Überraschung!, während ihrem Instrumentalstudium kennengelernt. Beruflich ist sie als Lehrbeauftragte am Musikum und am Mozarteum tätig. Und im vergangenen Jahr, da hat sie, gemeinsam mit Anne-Suse Enssle und Franziska Wallner, den Verein Jede*r Frau gegründet. Eine Kulturinitiative, die sich für mehr Vielfalt und Geschlechtergerechtigkeit in der Kulturszene einsetzt.

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