Aus eigener Erfahrung wissen wir: Schlecht kochen können und wenig Geld verdienen ist eine blöde Kombination. Unsere tägliche Antwort darauf sind Lokale und Initiativen, bei denen man um wenig Geld schnelles Essen bekommt, das nicht binnen kürzester Zeit zu Mangelernährung führt.

Richtig reinhauen im La Piraña

Das La Piraña am Müllner Hügel zaubert keine gebratenen Raubfische aus dem Amazonas, sondern richtig leckere lateinamerikanische Spezialitäten. Die Karte ist klein, wie auch das Lokal. Aber es ist immer noch genug drauf, um auswählen zu können. Zum Beispiel zwischen Vegetarisch oder Fleisch. Besonders zu empfehlen sind Arepas – das sind runde Maisfladen mit unterschiedlichen Füllungen. Die Mais-Weckerl machen voll und sind richtig günstig. Wer gerade knapp bei Kasse ist, bekommt für etwa fünf Euro eine sättigende Portion und ein Getränk.

Müllner Hauptstraße 36

La_Pirana_Salzburg

Die (un)geliebte Mensa

Zwischen den Vorlesungen nimmt der Homo Studiosus seine Mittagsmahlzeiten vornehmlich in der Mensa ein und pflegt den Kontakt zu Artgenoss*innen. So richtig kann die Mensa mit üblichen Werkskantinen nicht mithalten, ist jedoch mit Preisen zwischen 5,40 und 6,30 Euro für ein Mittagsmenü das kleinere Übel für notorisch unterfinanzierte Studierende. Wer ein Mensapickerl der ÖH hat, bekommt es noch etwas günstiger. Aufgrund der dezentralen Lage der Fachbereiche gibt es mehrere Standorte. Besonders nett ist jener im Innenhof der Juridischen Fakultät!

Juridische Fakultät:
Sigmund-Haffner-Gasse 13
Naturwissenschaftliche Fakultät:
Hellbrunner Straße 32
Unipark Nonntal:
Erzabt-Klotz-Straße 1

Göttlich schlemmen im Festspielbezirk

In Salzburg gibt’s nicht nur viele Kirchen, sondern auch eine engagierte Katholische Hochschulgemeinde (KHG): Von Montag bis Freitag kann man zwischen 12.00 und 14.00 Uhr günstigen Kaffee, leckere Brötchen und sagenhaften Kuchen im KHG-Clubraum im Herzen der Altstadt genießen – sofern man keine panische Angst vor Weihwasser hat. Auch fein: Im Sekretariat gibt’s Studi-Bons für das legendäre Festspiel-Beisl Triangel inklusive Mittagsmenü um 5,50 Euro.

Wiener-Philharmoniker-Gasse 2

Revolutionär! – Die Volxküche im MARK

Donnerstagabends wird in der Volxküche des Kulturzentrums MARK vegetarisch und vegan aufgekocht. Der Weg in die Hannakstraße 17 im Norden Gnigls wird mit einem sensationellen Unkostenbeitrag von 2,50 Euro wettgemacht! Weiterer Pluspunkt: Gleichzeitig findet die Bike-Kitchen statt, bei der man auch seinem Drahtesel eine Service-Gönnung garantieren kann!

Hannakstraße 17

Satt werden in der Balkan Bäckerei

Wer einen leeren Magen und ein leeres Geldbörserl hat, sollte in der Balkan Bäckerei vorbeischauen. Hier werden verschieden gefüllte Bureks serviert. Dabei handelt es sich um Blätterteigtaschen mit Füllungen: Fleisch,
Pizzamischung, Spinat, Käse, Äpfel – es gibt fast nichts, was es nicht gibt. Und der Preis? Schlappe drei Euro pro Portion. In der Balkan Bäckerei können Herr und Frau Partytiger außerdem ein Katerfrühstück genießen – außer sonntags öffnet die Bäckerei täglich ab 6.00 Uhr.

Gebirgsjägerplatz 1

Gutes tun im Schmankerl

Das Restaurant Schmankerl bietet günstige Mittagsmenüs und bietet zugleich arbeitslosen Menschen eine Chance zum Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. So ist das Selbstbedienungsrestaurant auch ein Sozialprojekt. Mittagsmenü gibt es hier um 4,80 Euro, was auch viele Menschen in sozialen Notlagen zu schätzen wissen und
sich eine warme Mahlzeit holen.

Glockengasse 10

Zaungast im JUFA Restaurant

Das Jugend- und Familiengästehaus ist eine etwas biedere Interpretation eines Hostels und sehr zentral im Salzburger Nonntal gelegen. Ein echtes Plus und kaum bekannt ist aber das Restaurant des Hauses. Es kommt zwar eher wie eine Kantine daher, ist aber vergleichsweise günstig, wenn man bedenkt, dass man sich hier All you can eat-mäßig den Magen vollschlagen kann. 10,80 Euro bezahlt man als Erwachsener für Vor-, Haupt- und Nachspeise sowie Salat vom Buffet.

Josef-Preis-Allee 18

Essen aus dem Müll retten

Echt gutes Essen wird regelmäßig von den Supermärkten nach Ladenschluss weggeworfen. Viele Salzburger*innen retten diese Lebensmittel und kommen so ganz nebenbei auch noch zu kostenlosem Essen. Zur Koordination empfiehlt sich die Facebook-Gruppe „Müllstierdler“. Genial sind auch Potlucks! Hier wird ein Treffen vereinbart, jede*r nimmt etwas zu essen mit und summa summarum hat man nicht nur nette Menschen kennengelernt, sondern auch ein üppiges Büffet genossen. Wer beim Stichwort „vegan“ nicht sofort peinlich berührt ist, sollte daher der Facebook-Gruppe „Vegan Potluck Salzburg“ beitreten.

Dumpsten in Salzburg

Beim Fairteiler vorbeischauen

Die Fairteiler sind zwei öffentliche Kühlschränke an der NAWI und an der GesWi. Der Sinn dahinter? Jeder kennt das Problem: Jus-Student Justus wird kurzfristig auf ein Clubbing nach Monaco eingeladen, hat aber dummerweise noch frische Trüffeln, sizilianische Artischocken und russischen Kaviar eingekauft. Damit das Zeug nicht schlecht wird, bringt er es zu einem der beiden Fairteiler an die Uni und rettet somit nicht nur die Lebensmittel vor dem Verderb, sondern macht auch andere Studis glücklich.

NAWI: Hellbrunner Str. 34
GesWi: Basteigasse 1

Günstig brunchen in der Panoramabar Lehen

Wer gerne außerhalb der eigenen vier Wände frühstückt, sich aber die Nobelpreise in der Altstadt nicht leisten kann, wird in der Panoramabar Lehen glücklich. Hier gibt es einen wunderschönen Ausblick, tausende (!)
Zeitungen aus aller Welt und günstiges Frühstück! Montag, Donnerstag, Freitag und Samstag, jeweils ab 10.00 Uhr.

Schumacherstraße 14

Ausblick aus der Panoramabar über der Stadtbibliothek in der Neuen Mitte Lehen

Der gute alte Uncle Van

Gekocht wird bei Uncle Van asiatisch und zwar vom Chef persönlich. Der hört auf den Namen Van und wenn er nicht gerade Gemälde malt, bereitet er Köstliches aus dem Wok zu. Dabei schwört er auf seine veganen Saucen, die es in jeder Geschmacksnuance gibt. Das Menü stellt man sich durch Ankreuzeln auf der Speisekarte selbst zusammen. Von der vietnamesischen Pho-Suppe bis zum veganen Allerlei ist alles dabei. Preislich bewegen sich die Gerichte von 6,20 Euro für das rote Curry bis zu 10 Euro für gebratene Nudeln mit Ente und mehreren Wunschzutaten. Also voll ok!

Lederergasse 1

Spät nachts im Strobl-Stüberl

Wer um drei Uhr in der Früh Hunger bekommt, der geht Richtung Bahnhof zum Strobl-Stüberl. Das Ambiente lädt ein, auch gleich den ganzen Morgen dort zu verbringen. Alleine ist man im Stüberl sicher nie. Die Karte kann von oben bis unten durchbestellt werden – zu jeder Tageszeit: Schnitzel, Leberknödelsuppe, Lasagne, Meeresfrüchte. Und alles zu moderaten Preisen. So lässt sich’s gut schmausen!

Rainerstraße 11

Burger nach Maß aus der Pommes Boutique

Als vor ein paar Jahren der Burger-Boom über Salzburg hereinbrach, hatte Marcel Sahin einen guten Riecher und war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Er eröffnete einen Imbiss, bei dem es außer Burgern und Pommes nicht viel gab. Die hatten es dafür aber richtig in sich. Kein Wunder, dass der Imbiss bald zu klein wurde und die Pommes Boutique expandierte – mittlerweile gibt es sie deshalb an vier Standorten. Cheeseburger, Hamburger, Lammburger – alle Exemplare sind wirklich günstig und die Pommes Boutique liefert sogar nach Hause!

Mirabellplatz 7 / Rudolfsplatz
1a / Itzlinger Hauptstraße 17 /
Alpenstraße 107

Gutes aus Leks Thai Küche

Über das beste Thai-Standl Salzburg lassen sich abendfüllende Diskussionen führen. Leks Thai Küche gegenüber vom Rockhouse ist wohl so eine Art FC Barcelona unter den Salzburger Thaistandln. Manch einer behauptet sogar, dass, wenn man einmal bei Leks Thai Küche war, man nie wieder woanders hingeht. Wir finden aber, dass Teerak und Co. da auch noch ein Wörtchen mitzureden haben. Tipp: Vorher anrufen und das Essen abholen, ansonsten kann man wegen des Andrangs schon mal eine halbe Stunde vor Ort warten. Und unbedingt das Curry in grün oder rot probieren!

Schallmooser Hauptstraße 71

Günstig essen in Salzburg