Ihr wünscht euch tosende Wasserfälle und Fotomotive bis zum Abwinken? Dann seid ihr in der Almbachklamm in Marktschellenberg richtig – einem Paradies für Ausflügler*innen und Fotograf*innen. Das Schöne daran: Hier kann man auch noch gemütlich wandern und spazierengehen, wenn es im Hochsommer 30 Grad hat oder im Herbst auf den Gipfeln schon Schnee liegt.

So kommt ihr in die Almbachklamm

Eigentlich ist es eine Schande, dass wir sie so lange nicht kannten, denn die Almbachklamm ist von der Stadt Salzburg gerade mal einen Katzensprung entfernt. Sie befindet sich hinter der österreichisch-deutschen Grenze in der Gemeinde Marktschellenberg. Mit dem Auto biegt ihr einfach von Salzburg kommend beim Wegweiser scharf rechts ab – nicht zu übersehen. Mit dem Bus 840 gelangt ihr vom Hauptbahnhof oder vom Mirabellplatz in ca. 35 Minuten zum Ausgangspunkt der Wanderung. Die Haltestelle heißt ‚Marktschellenberg Almbachklamm‘.

Felsen und Wasserfälle: Das erwartet euch in der Almbachklamm

Von Parkplatz oder Bushaltestelle seid ihr in wenigen Minuten beim Eingang der Klamm. Dort erwartet euch leider der erste Dämpfer: Wer rein will, muss blechen. Das ist irgendwie ganz schön schmerzhaft für gelernte Salzburger*innen wie uns, die es nicht gewohnt sind, fürs Wandern Eintritt zahlen zu müssen. Anders betrachtet: Irgendjemand muss die vielen Wege, Brücken und Sicherungen erhalten, also zahlen wir ausnahmsweise ohne Murren die 6,80 Euro und dürfen rein. Juhuuu!

Drin angelangt geht es nach wenigen Metern richtig zur Sache: Das Tal verängt sich zu einer Klamm, durch die das Wasser in Kaskaden und Mini-Wasserfälle nach unten zischt. Der schmale aber sichere Weg führt über hunderte Stufen, Brücken und Höhlen nach oben. Immer wieder gibt es Abzweigungen oder Aussichtspunkte, an denen ihr traumhafte Fotos machen könnt. Bitte immer schön auf den Weg schauen, wer beim Selfiemachen abstürzt ist ziemlich sicher tot. Aber keine Sorge: Der Ausflug in die Almbachklamm fällt absolut in die Kategorie familienfreundlicher Spaziergang und wer ein bisschen aufpasst, braucht hier keine Sorge zu haben. Weil es in der Klamm aber ziemlich rutschig ist, solltet ihr auf jeden Fall Schuhe mit gutem Profil tragen!

Nach dem Klammspaziergang

Nach ungefähr einer Stunde voller Wasserfälle und Wildbäche wird die Almbachklamm langsam breiter und mündet schließlich in ein Almtal wie aus dem Bilderbuch. Jetzt habt ihr mehrere Möglichkeiten: Entweder ihr dreht um und geht wieder zum Eingang zurück, was zwar naheliegend aber witzlos ist. Spannender ist es deshalb, bis zur Wallfahrtskirche Ettenberg weiterzuwandern. Dort könnt ihr dann entweder beten, oder ein Bier im benachbarten Gasthof trinken. Wir haben uns sicherheitshalber für Letzteres entschieden. Je nachdem, ob ihr umdreht oder weiterwandert, könnt ihr für den Ausflug zwischen zwei und vier Stunden rechnen.

Wandern in der Almbachklamm