Irgendwie lieben wir die Festspiele ja. Immerhin sind sie der Grund, dass sich Salzburg jeden Sommer für zwei Monate groß und wichtig anfühlt. Außerdem sorgen sie ganz nebenbei für manch skurillen Farbklecks im sonst doch eher berechenbaren Salzburger Stadtalltag. Falls ihr neu in Salzburg seid, findet ihr hier 18 todsichere Anzeichen, dass wieder Jedermann-Saison ist.

So merkst du, dass die Festspiele in der Stadt sind:

1) Der Anteil an Gold-Sakko-Trägern in der Getreidegasse steigt schlagartig um 1.000 Prozent.

2) Der Anteil an Audis, die mit angelassenem Motor mitten auf der Straße parken, steigt schlagartig um 2.000 Prozent.

3) Statt INTOUCH zu lesen, setzt du dich abends einfach in den Furtwänglerpark.

4) Wenn du um 10 Uhr Vormittags einen schwarz gekleideten Betrunkenen auf der Straße triffst, ist er garantiert Bühnentechniker, Lichtmeister oder … Ben Becker.

5) Die Innenstadt füllt sich mit Landeiern in Tracht (aka Volkstanzlern), die mit brennenden Stöcken im Kreis rumrennen.

6) In den sonst verlassenen Altstadt-Wohnungen der Neureichen brennt plötzlich wieder Licht – somebody’s home!

7) In Claudia Stöckls „Frühstück bei mir“ antwortet ein Jedermann-Darsteller auf die selben belanglosen Fragen wie im Jahr zuvor.

8) Auf den Straßen trifft man an Wochentagen ausnahmsweise auch nach 22 Uhr noch Menschen.

9) Jeder Salzburger Jugendliche aus besserem Hause arbeitet plötzlich bei den Festspielen und verdient dort beim Kartenabreißen mehr als ein Verkäufer in 3 Monaten.

10) Du kannst beim Haus für Mozart beobachten, wie sich die Statisten vor deinen Augen nackt ausziehen, weil sie vergessen haben, die Jalousien zuzumachen. Jackpot!

11) Es schaudert dich, wenn über dem Mönchsberg einer nach dem Jedermann ruft. Schließlich könnte er dich meinen.

12) Beim dm am Universitätsplatz steht ein 70-Jähriger in knallpinker, kurzer Lederhose, mit Hut und Stock an der Kasse vor dir. (true story)

13) Du musst immer ausgerechnet dann mit dem Fahrrad über den Domplatz, wenn gerade Jedermann stirbt und stehst dann ratlos vor verschlossenen Toren.

14) Die Verkehrspolizisten vorm Festspielhaus fadisieren sich zu Tode und bestrafen dich vor lauter Langeweile wegen Belanglosigkeiten wie „Jemanden-am-Gepäckträger-Mitnehmen“ oder „Am-Radl-Pokemon-Spielen“.

15) Auf wundersame Art und Weise verschwinden alle offenen Baustellen.

16) Das Nicht-Festspielbezogene Kulturprogramm geht gegen Null … und Olympia interessiert echt keine Sau!

17) Sobald deine Möchtegern-Oberen-10.000-Freunde einen Stehplatz bei den Festspielen ergattert haben, posten sie schon Tage davor Selfies, auf denen sie mit Ticket und Billig-Schampus in Plastik-Sektgläsern posieren.

18) Du triffst an einem sonnigen Abend den Jedermann-Umzug und denkst dir, dass du in der coolsten Stadt der Welt lebst!