Wäre der niederländische Maler Hieronymus Bosch Salzburger gewesen, hätte er die Landschaft des Salzkammergutes nicht besser zeichnen können, als es die Natur ohnehin gemacht hat. Heutzutage stolpert man genau in dieser traumhaften Seenlandschaft über einen Quasi-Namensvetter des Malers: Hearonymus ist eine App, die als Audioguide fürs Handy die Geschichte und Kultur der Orte entlang der Buslinie 150 erzählt. Diese führt vom Salzburger Hauptbahnhof bis Bad Ischl. Wir sind auf das Angebot eingestiegen und haben uns von Hearonymus das Salzkammergut erzählen lassen.

Die Idee ist simpel: Nach dem Einsteigen in die Linie 150 wird das Smartphone gezückt, die Gratis-App „Hearonymus“ runtergeladen und gestartet. In 15 knackigen Kapiteln erzählt eine sympathische Männerstimme, was auf der anderen Seite des Fensters zu sehen ist.

Magda liebt Vici

Vier Dinge, die wir von der Hearonymus-App gelernt haben:

#1: Der Salzburger Wochenmarkt, die Schranne, ist ein Ort des „Sehen-und- Gesehen-werdens“. Auf einen Verkaufsplatz wartet man als Standler rund zehn Jahre.

#2: Der Salzburg Ring war einmal ein Hotspot für Motorenfreunde. Jetzt ist er von den Musikfestivals ausgebremst worden. Zuerst hat das Frequency lange Zeit für gute Stimmung gesorgt und nun feiert man am Electric Love.

#3: Das Schloss Fuschl diente in den Sissi-Heimatfilmen als Double für das Heimatschloss der jungen „Kaiserin“ Romy Schneider.

#4: Der Fuschlsee ist nichts für Weicheier! Er ist der kälteste der 76 Seen im Salzkammergut.

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Am Hauptbahnhof Salzburg und am Mirabellplatz stehen Helferlein zur Seite, die vorab Karten für die Linie 150 verkaufen und beim Download der App behilflich sind. Vor Ort hat man Zugriff auf einen WLAN-Hotspot, so kann die App in jedem Fall kostenlos geladen werden. Wir haben mit einer sympathischen jungen Dame geplaudert und sie gefragt, was auf der Fahrt nach Bad Ischl nicht fehlen darf. Folgende Tipps hat sie uns verraten:

#1: Kopfhörer: Braucht man zwar nicht unbedingt, aber es ist nicht schlecht, welche im Rucksack mitzuhaben. So kann man ganz für sich die Geschichten hören.

#2: Eine Sonnenbrille: Beim Rausfahren ins Salzkammergut gibt es viel zu sehen. Gegen blendendes Sonnenlicht hilft die Brille.

#3: Querdenken: Jedes der 15 Kapitel kann unabhängig vom Ort abgespielt werden. Um nicht den Überblick zu verlieren, lohnt sich ein Blick auf den digitalen Halteplan im Bus.

Wer Lust bekommen hat, lädt sein Smartphone auf, macht einen Abstecher in den Google Play-Store oder in den App-Store und hüpft in den nächsten Bus Nummer 150 nach Bad Ischl. Wer es etwas eiliger hat, der steigt einfach schon in Fuschl oder St. Gilgen aus.

Gut zu wissen:

Die Hearonymus-App läuft auf den Betriebssystemen Android und iOS. Man kann die App kostenlos in den jeweiligen App Stores herunterladen und den Audioguide in zwei Sprachen (Englisch und Deutsch) starten.

Die Buslinie 150 fährt Montag bis Sonntag jede Stunde ab dem Salzburger Hauptbahnhof, unter der Woche sogar noch öfter. Die Kosten für eine Fahrt von Salzburg bis Bad Ischl belaufen sich auf € 10,60 (Vollpreis). Die Fahrt dauert rund eineinhalb Stunden, der Hearonymus App kann man dabei mehr als 40 Minuten zuhören. Für genaue Infos zu den Abfahrtszeiten geht man auf www.salzburg-verkehr.at

*Dieser Artikel ist für eine Printbeilage der Salzburg Nachrichten in Zusammenarbeit mit dem Salzburg Verkehr entstanden. Danke für die Zusammenarbeit!