So! Die Oscars sind verteilt, Leo hat auch einen bekommen, jetzt können wir endlich nach Hause gehen und Netflix schauen. Oder wir machen es uns erst recht im Kinosessel bequem, zu sehen gäbe es nämlich einiges. Außerdem verlosen wir Kinokarten!

Aus der Kategorie Tragikkomödie: Die Mafia mordet nur im Sommer
ab 26. März im Das Kino

Wenn die weibliche Hauptrolle eines Films mit Vornamen Flora heißt, können wir eigentlich gar nicht anders, als ihn uns anzusehen. Das hat sich in diesem Fall gelohnt. Die Mafiakomödie von Regisseur Pierfrancesco Diliberto spielt –wie sollte es anders sein – in Palermo. Der Film verknüpft die romantische Liebesgeschichte des jungen Journalisten Arturo mit einer Erzählung über die Mafia und ihre fatalen Auswirkungen auf die italienischen Gesellschaft der 70er und 80er Jahre. Somit ist der Film so etwas wie der kleine, heitere Bruder des tragischeren Meistewerks „I cento passi“. Das ganze wäre extrem lustig, wenn es nicht so traurig wäre.

Aus der Kategorie Tragödie: Son of Saul
ab 26. März im Das Kino

Es gibt Filme, die man eigentlich nicht sehen will, weil sie tiefen Schmerz verursachen – und die man genau deshalb ansehen sollte. Son of Saul ist einer dieser Filme. Er erzählt die Geschichte des Juden Saul Ausländer, der in Auschwitz in einem Sonderkommando für die Verbrennung von Ermordeten zuständig ist. Als er in einem Toten seinen Sohn zu erkennen glaubt, fasst er den Entschluss, das Kind zu begraben, um es vor der Schändung durch die Einäscherung zu bewahren. Der Film wurde heuer mit so ziemlich jedem Preis ausgezeichnet, den man gewinnen kann. Und er liefert eine neuartige und spannende Antwort auf jene Frage, die viele Filmemacher seit 1945 umtreibt: Wie kann man das Schrecken der Shoah filmisch darstellen. Ein wichtiger Film aus Ungarn, den man genau zu diesem Zeitpunkt unbedingt gesehen haben sollte.

+++ Gewinnen, gewinnen, gewinnen +++

Für uns gibt es nach einem langen, nervigen Arbeitstag nichts schöneres, als uns im Kino aus der Welt zu schießen! Wenn ihr das genauso seht, schreibt uns eine Email an info@fraeuleinflora.at und gewinnt 3×2 Eintrittskarten für einen Film eurer Wahl im OVAL – Die Bühne im Europark. Für alle, die es noch nicht wussten: Das OVAL ist so etwas wie der kleine Bruder vom Das Kino. Sprich: Es werden dort weitgehend die selben Filme gezeigt, bloß auf Deutsch und ohne Untertitel. Hier geht es zum Programm. Sucht euch einfach einen Film aus, schreibt uns eine Email und holt euch mit ein bisschen Glück eure Freikarten.

Aus der Kategorie Thriller: Die dunkle Seite des Mondes
ab 5. März im Das Kino

Erfolgreicher Businessman erkennt die Absurdität seines Tuns und versucht, seinem Leben eine Wendung zu geben: Dieses Strickmuster kennen wir aus diversen mittelmäßigen TV-Romanzen. In dieser spannenden Verfilmung von Martin Suters gleichnamigem Roman kommt das alles ein ganz großes Stück cleverer und düsterer daher, als wir es gewohnt sind. Moritz Bleibtreu gibt den Pharma-Anwalt, der durch einen Schwammerl-Trip aus der Bahn geworfen wird. Zwischen Gewalt und Psychosen kämpft er darum, seine Normalität wiederzufinden und – ihr erratet es schon – scheitert ganz kolossal daran. Kleine Warnung: Der Film macht nicht unbedingt Lust auf die nächste Mushroom-Party!

Aus der Kategorie Dokumentarfilm: „Janis – Little Girl Blue“
ab 12. März im Das Kino

Nach dem ziemlich genialen Film-Portrait „Amy“ dürfen wir im März der nächsten Rock N’Roll Diva beim leben, leiden und sterben zusehen. Diesmal ist Janis Joplin an der Reihe. Wer sich filmisch am Leben einer Legende versucht, kann sich leicht die Finger verbrennen. Regisseurin Amy J. Berg ist ein Film-Essay gelungen, das mit dem Mythos der Ikone spielt und dabei nicht ins Kitschige abdrifted. Sehenswert ist das auf jeden Fall!

Aus der Kategorie Feel-Good-Movie: Truman: Freunde fürs Leben
ab 1. März im Das Kino

Kann man ein Feelgood-Movie übers Sterben machen? Jep, kann man. Zumindest, wenn man Cesc Gay heißt und aus Argentinien kommt. Der Film dreht sich um zwei alte Freunde, die sich nach vielen Jahren wiedersehen und das zum allerletzten Mal, denn einer von ihnen wird sterben. Wunderschön und traurig zugleich.