Das Open Mind Festival in der ARGE Kultur steht ganz im Zeichen von der Suche nach Identität. Unser Highlight: die Schwurjungfrauen. Was das ist? Lest ihr weiter unten.

Von 12. bis 22. November 2015 solltet ihr euch abends nichts anderes vornehmen, als das Open Mind Festival in der ARGE Kultur zu besuchen. Fast täglich bietet das Kulturzentrum unter dem Motto „Ich bin eine andere“ Karaoke, Tanz, Vorträge, eine Foto-Ausstellung, Filme, Workshops und ein Konzert an. Optimale Gelegenheit um mal deine Komfortzone zu verlassen und dich dem Unbekannten zu öffnen. Neben vielen anderen coolen Events, hier unsere empfehlenswertesten Highlights:

Frankenstein
Das Roboter-Theater der Gruppe Gold Extra spielt in einer postapokalyptischen Welt ohne Menschen, in der nur Roboter zurück blieben, die sich ein organisches Wesen „basteln“. Das Science-Fiction-Musical gibt auf satirische Weise einen Blick in eine vollautomatisierte Zukunft, in der Menschen mit all ihren unvorhersehbaren Fehlern Monster sind. Aufführung des Roboter-Musicals am 12., 13. und 14 November jeweils um 20 Uhr.

A Duet. Ein Solo.
Von kulturellen Missverständnissen und stereotypen Wahrnehmungen weiß die indische Choreografin Nayana Bhat zu berichten. In kleinen Geschichten verarbeitet sie tänzerisch und humoristisch die Ironie der menschlichen Isolation in einer vernetzten Welt. Premiere des Performance-Experiments am 18. November um 20 Uhr.

Sworn Virgins – TIPP
Thema der Fotoserie der preisgekrönten Künstlerin Pepa Hristova, die erstmals in Salzburg gastiert, sind sogenannte „Burrneshas“. Die nordalbanischen Schwur-Jungfrauen, die nach dem Tod des männlichen Familienoberhauptes eine männliche Identität annehmen, sind das einzige Beispiel für einen institutionalisierten Geschlechter-Rollenwechsel in Europa. Ausstellung von 12. bis 22. November, Vortrag bei freiem Eintritt am 19. November um 20 Uhr.

Sworn VirginsQueere migrantische Filmnacht
Drei Filme zum Thema kulturelle und sexuelle Identität haben an diesem Abend Premiere in Salzburg: Das Drama „Lipstikka“ aus Israel handelt von der Liebesgeschichte zwischen zwei Palästinenserinnen und deren unbewältigte Vergangenheit im besetzten Ramallah. In der wortgewaltigen Dokumentation „I am gay and muslim“ werden zwei junge, schwule Marokkaner auf der Identitätssuche zwischen Islam und Homosexualität begleitet. „Sharayet – Eine Liebe in Teheran“ untersucht das geheime, skandalöse Leben zweier lesbischer Schülerinnen im strengen Milieu des religiösen Fundamentalismus. Filmnacht des International Queer Minorities Film Festival (IQMF) am 20. November um 19 Uhr.

Ihr wollt mehr? Hier geht’s zum Programm.

Und: Wer sich ein paar Highlight gleich ausdrucken will, kann sich hier den Fräulein Flora-Wochenplaner downloaden.