Wir erinnern uns noch müde: Vormatura-liches Fortgehen hat oft in der Segabar begonnen. Und geendet. Natürlich war mit Segabar damals die Discount Fusel-Tankstelle am Rudolfskai gemeint. Mehr als zehn Jahre später haben uns die Salzburger Bloggerinnen Ginger in the Basement und Ach du Gute Güte eingeladen, gemeinsam alle vier Segabars an einem Abend zu besuchen. Das Resultat war beschämend. 

Vorglühen im Furtwänglerpark
Sonja aka Ginger in the Basement und Caro, der guten Güte war es zu danken, dass vor dem eigentlichen Fortgehen für Sprit zum Vorglühen gesorgt war. Ein unverträgliches Gesöff aus Eiszuckerln und Wodka namens Eisbombe hat uns den Geschmack der Verzweiflung in den Mund zurückgeholt und die Tränen in die Augen getrieben.

Die Jugend hat uns … naja … nicht wieder.
Der Fakt, dass einige von uns noch einen Papier-Führerschein besitzen, disqualifiziert uns eigentlich vom Versuch, eine Segabar zu betreten. Kleine Notiz am Rande: Wenn man nicht mehr auf Muttis Taschengeld angewiesen ist, sondern ein Gehalt zum Ausgeben hat, sieht man relativ bald doppelt.

Der erste Schluck Wodka-Bull: der Geschmack der großen Freiheit. Und eine Reise in die Vergangenheit.

Fotobomben in der Lederergasse
Auffällig: Weil wir aus naheliegenden Gründen eine Kamera in der Hand hatten, waren wir in der Segabar in der Lederergasse der Mittelpunkt der Welt. Engelsblondinen und rauchende Partymenschen wollten sich von uns ablichten lassen, was wir gerne gemacht haben. Die meisten Freundschaften hat – das muss man neidlos zugeben – unser Ginger in the Basement – geschlossen. 

Wen interessiert, wie es uns in den anderen beiden Segas (Gstättengasse und Imbergstraße) ergangen ist, den müssen wir leider enttäuschen: Wir haben die Lederergasse nicht überlebt, hatten einige Schäden zu beklagen und haben nun auch verstanden, dass es für alles eine Zeit im Leben gibt. Und die Sega-Zeit ist bei uns definitiv vorüber.

Wir haben die Lederergasse nicht überlebt.

Defeated by youth. Wir gratulieren.