Zuerst die schlechte Nachricht: Anders als in Wien oder München gibt es in Salzburg keine offiziellen Grillplätze und Feuermachen an öffentlichen Orten ist grundsätzlich verboten. Die gute Nachricht: Gegrillt wird trotzdem und solange es nicht überhand nimmt und jeder brav seinen Müll wegräumt, wird es an vielen Orten stillschweigend toleriert. Wir haben uns umgeschaut und einige der schönsten Plätze zum Grillen für euch zusammengestellt.

Ein Hinweisschild, das besagt, dass Grillen und Lagerfeuer machen an der Salzach verboten ist.
Bevor es losgeht

Wer gerne außerhalb des eigenen Gartens grillt, der besorgt sich am besten einen kleinen Camping-Griller, den man zum Beispiel bei Weber in der Aiglhof Straße 12 kaufen kann. Die Luxus-Ausführung kostet um die 80 Euro. Im Baumarkt gibt es viel günstigere Varianten, die genauso gut funktionieren. In vielen Supermärkten bekommst du außerdem Einweg-Griller, die aber wie der Name schon sagt nur einmal verwendet werden können – dementsprechend groß ist ihr biologischer Fußabdruck. Griller, Bier und Halloumi besorgt? Dann kann es ja los gehen!

Tipp 1: Der definitiv Legale
Wir haben im ganzen Land Salzburg einen einzigen Ort gefunden, an dem man höchst offiziell grillen darf – und zwar das Naturbadegebiet Vorderkaser in St. Martin bei Lofer. Im Grunde ein sehr cooler Ort zum Schwimmen, Zelten und Grillen – allerdings ziemlich weit weg von der Stadt. Man braucht schon ein Auto, um hier her zu kommen. Wer gern ein paar Bier zum Gegrillten trinkt, kann also gleich den Schlafsack und die Isomatte mitnehmen und über Nacht da bleiben bleiben. Hat auch was …

Im Salzburger Volksgarten am Salzbeach darf man grillen.
Tipp 2: Der irgendwie (L)egale

Am Salzbeach im Volksgarten kann man nicht nur gemütlich im Sand liegen, sondern darf sich auch sein Essen selbst brutzeln – zumindest wird man hier laut Aussage des Kellners nicht weggeschickt, solange man niemanden stört … also bitte nicht gleich ein Lagerfeuer anzünden, sondern einfach einen kleinen Campinggriller benützen. Plus: Hier gibt es kühle Getränke direkt von der Bar, einen Beachvolleyballplatz und die gemütlichsten Strandliegen der Welt. Alles sehr entspannt!

Tipp 3: Der ziemlich Egale
In der Saalachau bei Käferheim wird seit Generationen gegrillt. Offiziell ist das Feuer machen natürlich auch hier verboten, allerdings wird nicht besonders streng kontrolliert und an fast jedem schönen Abend trifft man einige, die auf der Sandbank vor der Staustufe Käsekrainer oder Grilltofu zubereiten. Generell gilt hier gefühlsmäßig: Grillen ist ok, Lagerfeuer machen ist nicht ok. Und Müll wieder mit nach Hause nehmen ist sicher auch kein Fehler!

Tipp 4: Der eher Illegale
Unser persönlicher Lieblings-Grillplatz ist der Donnenbergpark. Warum? Weil sich zwischen Altersheim und Kleingartensiedlung jeden Abend dutzende Jugendliche treffen: zum Kicken, Frisbee- oder Basketballspielen, Slacklinen oder einfach im Gras liegen.

An der Königsseeaache
Tipp 5: Der definitiv Illegale

Generationen von Jugendlichen haben an der Königsseeache ihre pubertäre Prägung erfahren. Diese Zeiten sind vorbei! Seit 2005 ist an der Königseeache so ziemlich alles verboten, was Spaß macht. Ab 22 Uhr darf man offiziell nicht mal mehr vor Ort sein. Untertags dürfte man dagegen alles ein bisschen entspannter sehen. Auf den Sandbänken sieht man immer wieder Minigriller vor sich hin glimmen! Auch hier gilt wohl: wer kein Lagerfeuer macht, sondern sich auf dem Campinggrill eine Wurst brät, wird vermutlich keinen Stress kriegen.

Im Steintheater in Hellbrunn kann man Grillen
Tipp 6: Der … ganz ehrlich, wir wissen es nicht

Das Steintheater in Hellbrunn ist der Geheim-Tipp eines Freundes, den wir ehrlich gesagt nicht so wirklich überprüfen konnten. Bei einer Vor-Ort-Begehung waren zumindest keine Grillenden anwesend. Auf den Felsen zu Grillen scheint aber zumindest möglich und bei unvorhergesehenen Regengüssen schützt das Steintheater vor Nässe. Der gesunde Menschenverstand sagt auch hier, dass Campinggriller vermutlich deutlich besser ankommen als Lagerfeuer.