In Salzburg gibt es massig Veganes. Das ist kein Gerücht, sondern Fakt. Wir haben uns nämlich mit den beiden Betreibern der Plattform Salzburg isst vegan durch die Stadt geschlemmt. Was es da alles gibt, hat uns wirklich verwundert und erfreut.

Der erste Schreck.
Philip lebt seit acht Jahren vegan. Als er dann Monika während ihres Praktikums in seiner Firma kennengelernt hat, hat diese erstmal ordentlich aufgeschrien. Monika kommt nämlich von einem Bauernhof in der Steiermark – den Dialekt hat sie sich gottseidank gut erhalten – und weil man da auch ab und zu schlachtet und Milch in Hülle und Fülle hat, hat sich die Wochenend-Salzburgerin mit Veganismus nicht so unbedingt beschäftigt. Eben bis sie Philip kennengelernt hat.

ZebrastreifenJetzt machen die beiden Salzburgs veganes Angebot sichtbar, kosten sich durch Lokale und helfen auch gern mal mit, wenn ein Gastronom zwar gern Veganes anbieten möchte, aber nicht genau weiß, wie.

Tourstart: The Green Garden
Dass man in Salzburg ganz wunderbar vegan schmausen kann – und das den ganzen Tag – hat unser kleiner Stadtspaziergang gezeigt. Gestartet wurde beim Klassiker, dem Green Garden, im Nonntal. Dort sind Monika und Philip quasi Stammgäste und wissen ohne Blick in die Karte, was sie zu Mittag essen wollen. Werden tut es dann ein veganer Burger und vegane Nudeln, beides sieht zum Sofort-Reinbeissen aus.

Burger und KartoffelwedgesVeganismus ist eine Philosophie, das bestätigt uns Philip. Und Veganismus hört nicht beim Essen auf, er zieht auch an.
Deswegen besuchen wir den brandneuen Shop von Erdbär, der erst vor einigen Tagen ebenfalls im Nonntal eröffnet hat. Hinter der veganen Kleidung stecken vier Salzburger, die finden, dass es höchste “Time for Change” ist. Deshalb kann man sich dort in Gewand aus Buchenholz-und Eukalyptusfaser einkleiden, ganz und gar fair und biologisch.

Ofenkartoffel, Brezen und so.
Dass es am Christkindlmarkt für Veganer in den letzten Jahren eher mager ausgesehen hat, ist kein Geheimnis. Aktuell gibt es zumindest Ofenkartoffeln, Bratäpfel und Brezen. Ein Glühmost beim Intersol-Stand (leider war der nur bis 30. November geöffnet) ist auch unbedenklich und so wird der Bauch nochmal gefüllt, bevor es zum Becher Küchle in der Berggasse geht. Dort gibt es am Wochenende immer vegane Cupcakes. Dieses Mal: Haselnuss auf Vanille-Zimt. (An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass wir im Uncle Van einen veganen Brownie für Zwischendurch eingepackt haben.)

Salzburg isst vegan 2Für Selberkocher.
Wer gerne selber kocht – uns das in Zukunft vegan tun will – soll ruhig einmal im Reformhaus Martin in der Linzergasse vorbeischauen. Dort gibt es unter anderem pflanzliche Milch, Würstchen, Schokolade (auch den Evergreen unter den Schokoriegeln wie wir uns sagen haben lassen) und Kosmetik.

Auf veganes Angebot aufmerksam geworden ist Philip in Salzburg übrigens vor einigen Jahren beim BioBurgerMeister – jetzt gibt es sogar schon vegane Mittagslieferservices, wie zum Beispiel Hermann liefert (aus Hallein), die Veggie Lunchbox (Salzburg) und seit neuestem auch OhVeggieDay (im Pongau und Salzburg).

Veganer StadtspaziergangLieblingsplatz.
Wenn Monika (die unter anderem für animal.fair schreibt) und Philip so nachdenken, was denn ihre Lieblingsplätze in Salzburg sind, dann kommt spontan der Mönchsberg.

Dorthin hat Philip Monika nämlich zum ersten Date entführt. Das war mittlerweile vor zwei Jahren. Seitdem pendelt die Steirerin zwischen Wien und Salzburg, Philip recherchiert vor Ort, was die Salzburger Vegan-Community so treibt. Gekocht wird dann am Wochenende immer gemeinsam – bevorzugt Rezepte von Claudia von Totally Veg!.

Dinge, die auch vegan sind:
Rittersport Marzipan, Manner Schnitten, Oreos, Zartbitter-Schokolade.

Vegan durch den Tag.
Frühstücken: The Green Garden – Brunch (einmal im Monat), Café Fingerlos, Republic, Glüxfall

Abendessen: Arge Beisl, Urbankeller, Taj Mahal, Uncle Van (gibt es nur mehr in der Lederergasse in Salzburg)

Ganz viel mehr zu dem Thema: Salzburg isst vegan. Mehr Fotos: Fräulein Flora auf Flickr.