Ob in Salzburg mehr gebetet oder gevögelt wird, konnten wir nicht nachprüfen. Fest steht: Salzburg gilt als Österreichs Stadt mit den meisten Kirchen und Bordellen.

Immerhin haben hier jahrhundertelang Erzbischöfe regiert. Sie hinterließen der Stadt ihr Weltkulturerbe – pflegten aber auch den ausschweifenden Lebensstil absolutistischer Herrscher.

Vielleicht ist die Redensart  aber auch ein Hinweis auf Scheinheiligkeit von Salzburgs besserer Gesellschaft. Wie dem auch sei, die Salzburger Kirchen sind echte Schmuckstücke. Folgende drei Gotteshäuser sollte man unbedingt gesehen haben:

Die Wallfahrtskirche Maria Plain liegt etwas außerhalb der Stadt und bietet eine traumhafte Aussicht auf Salzburg. Für alle, die Kirchen scheuen, lohnt sich der Ausflug auf den Plainberg trotzdem: einfach, um in der Wiese zu sitzen und den Sonnenuntergang über der Stadt anzuschauen. Decke nicht vergessen!

Die Franziskanerkirche pflegt nobles Understatement neben dem protzigen Dom: Egal ob Romanik, Gotik oder Barock – in der vielleicht ältesten Kirche Salzburgs sind alle Epochen vereint. Highlight: das spätgotische Sternrippengewölbe.

Die Pfarrkirche Parsch wurde 1953 eröffnet. Sie ist eine der ersten modernen Kirchen Österreichs nach dem 2. Weltkrieg und ein absolutes Muss für Liebhaber moderner Architektur – unter anderem wegen der im Portal integrierten Skizzen des Expressionisten Oskar Kokoschka.

Maria Plain: Plainbergweg 38
Franziskanerkirche: Franziskanergasse 5
Pfarrkirche Parsch: Geißmayerstraße 6